Asbestproblematik in alten Brandschutzklappen

Aufgrund der sehr guten technischen Eigenschaften kam Asbest bis Ende der 1980er Jahre in Brandschutzklappen zum Einsatz. Neben dem Klappenblatt selbst und – je nach Hersteller – weiteren Bauteilen, bestanden vor allem die Anschlagdichtungen aus einem asbesthaltigen Schaumstoff (Produktname „Litaflex“).
BSK1
Typische Einbausituationen von Brandschutzklappen
 
 
BSK2
Typische Einbausituationen von Brandschutzklappen
 

Überblick über die wichtigsten Termine:

  • längstens bis 30.09.1984 (je nach Hersteller), TROX bis Juni 1981:
    asbesthaltige Klappenblätter, Anschlagdichtungen und andere Bauteile
  • bis 31.07.1988 (TROX, SCHAKO), bis Mitte August 1988 (WILDEBOER):
    asbesthaltige Anschlagdichtungen („Litaflex“)
  • spätestens ab Mitte August 1988 (bei allen Herstellern):
    asbestfrei
 
Alle diese Bauteile sind als „schwachgebundene Asbestprodukte“ im Sinn der TRGS 519 („Technische Regeln für Gefahrstoffe: Asbest – Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten“) einzustufen. Seit Ende der 1970er Jahre fordert der Gesetzgeber alle Eigentümer von Bestandsgebäuden auf, eine mögliche Sanierungserfordernis aufgrund asbesthaltiger Baustoffe fachkundig beurteilen zu lassen.
BSK3
alte BSK mit asbesthaltigem Blatt und asbesthaltiger Dichtung
 
 
BSK4
neue BSK, asbestfreie Dichtung
Dies erfolgte bislang auf der Grundlage der Asbest-Richtlinie („Richtlinien für die Bewertung und Sanierung schwach gebundener Asbestprodukte in Gebäuden“), die entsprechend den Bewertungsergebnissen eine sofortige Sanierung oder eine regelmäßige Neubewertung in Abhängigkeit vom Produktzustand und der Nutzung des Gebäudes vorschreibt.

Die Asbest-Richtlinie sah bei ihrer Einführung 1989 eine pauschale Einstufung von asbest­haltigen Brandschutzklappen (ohne individuelle Überprüfung) in die Dringlichkeitsstufe III („Neubewertung langfristig erforderlich“, d. h. längstens nach 5 Jahren) ohne direkte Sanierungserfordernis vor. Grund war, dass im normalen Betrieb von nicht-beschädigten Klappenblättern und -dichtungen auszugehen war, die nach damaliger Einschätzung kaum Fasern freisetzen.

Heute ist immer noch eine Vielzahl der alten asbesthaltigen Brandschutzklappen in Betrieb, die mittlerweile jedoch deutliche Alterungserscheinungen zeigen (v. a. an den Anschlagdichtungen).

Die Asbest-Richtlinie sah bei ihrer Einführung 1989 eine pauschale Einstufung von asbest­haltigen Brandschutzklappen (ohne individuelle Überprüfung) in die Dringlichkeitsstufe III („Neubewertung langfristig erforderlich“, d. h. längstens nach 5 Jahren) ohne direkte Sanierungserfordernis vor. Grund war, dass im normalen Betrieb von nicht-beschädigten Klappenblättern und -dichtungen auszugehen war, die nach damaliger Einschätzung kaum Fasern freisetzen.

Heute ist immer noch eine Vielzahl der alten asbesthaltigen Brandschutzklappen in Betrieb, die mittlerweile jedoch deutliche Alterungserscheinungen zeigen (v. a. an den Anschlagdichtungen).

BSK5
stark beschädigte asbesthaltige Anschlagdichtung ("Litaflex)" und leichte Schäden am asbesthaltigen Klappenblatt
 
 
BSK6
    BSK7
personenbezogene Messung während Wartungsarbeiten an Brandschutzklappen
 

Es ist nachgewiesen, dass beschädigte Brandschutzklappen bei der Auslösung (Aufschlagen des Blatts auf die Dichtung) hohe Mengen an Asbestfasern ins Lüftungssystem abgeben können.

Eine pauschale Einstufung von Brandschutzklappen ohne individuelle Prüfung ist daher nicht mehr geeignet, eine mögliche Gefährdung der Nutzer zu erkennen und abzuwenden.

Stand der Technik ist heute eine Einzelbeurteilung der Brandschutzklappen hinsichtlich ihres Zustandes durch einen Asbest-Sachverständigen. Dabei ergibt sich eine Bewertung nach Schadenskategorien in drei Dringlichkeitsstufen je nach anzunehmendem Faserfreisetzungsrisiko.

Im Rahmen der Inspektion wird zudem das Umfeld der Brandschutzklappe auf weitere asbestverdächtige Materialien untersucht. Hierzu zählen Brandschutzplatten, Mörtel, Flanschdichtungen, etc.), die im Zuge eines möglichen Klappentausches mit zu berücksichtigen sind.

 

Wir bieten Ihnen:

  • Fachkundige Begutachtung von Brandschutzklappen mit Prüfung auf Asbesthaltigkeit
  • Bewertung des aktuellen Zustands und Gefährdungsbeurteilung
  • Technische Untersuchungen (Beprobung und Untersuchung von Materialproben)
  • Schadstoffkataster
  • Sanierungs- und Entsorgungskonzepte
  • Arbeitsschutzkonzepte
  • Ausschreibungen
  • Projektsteuerung, Rückbauüberwachung

Wir sind vom Gesamtverband Schadstoffsanierung (GVSS) als „Sanierungsfachgutachter/-fachplaner" für Sanierung schadstoffbelasteter Gebäude und Anlagen zertifiziert.

Zudem ist die LGA-IUA als "Inspektionsstelle für Kontaminierte Bausubstanz und Bauabfälle"qualifiziert, Fremdüberwachungen durchzuführen und Aufgaben als Obergutachter zu übernehmen.

Herr Dr. Kisskalt ist vom Deutschen Abbruchverband (DA) als „Fachberater Abbruch" in den Kategorien „Abbruch Allgemein", „Gebäudeschadstoffe" und „Abfallwirtschaft" anerkannt.

 

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