Mit Boot und Saugbohrer: Probenahme in der Vorsperre des Eixendorfer Sees

Die in den 1970er Jahren erbaute Talsperre „Eixendorfer See“ an der Grenze zwischen den Landkreisen Schwandorf und Cham wurde 1987 durch eine Vorsperre ergänzt, um die Wasserspiegelschwankungen im Stauwurzelbereich zu reduzieren. In der Vorsperre lagerte sich seither sukzessive Sediment in wechselnden Mächtigkeiten ab. Die Menge wird laut einer Echolot-Untersuchung im Dezember 2019 mit rund 54.000 m³ beziffert.

Zur Verbesserung der Gewässergüte und zur Wiederherstellung des ursprünglichen Wasserrückhaltevermögens ist eine (Teil-)Entlandung der Vorsperre geplant. Dazu beauftragte das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weiden die LGA mit Sedimenterkundungen und einer Variantenprüfung zur Entnahme und Entsorgung der Sedimente. Das Projekt wird seitens der LGA von Bernd Malkmus geleitet.

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Vorsperre des Eixendorfer Sees
 
 
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Markierung der Probenahmestellen mittels Bojen

Zu Beginn des Projekts wurde ein Probenahme- und Untersuchungskonzept für die Vorsperre entwickelt, das als Grundlage für behördliche Abstimmungen und schließlich für die in situ-Beprobung der Sedimentauflandung diente. Die Probenahme musste aus zeitlichen Aspekten und aus Gründen des Naturschutzes (Biberpopulation, Fischbestand, mehrere geschützte Muschelarten) ohne ein Ablassen der Vorsperre erfolgen. Stattdessen wurden mittels GPS und Echolotmessung insgesamt 48 Probenahmestellen, die sich rasterartig über die Gesamtfläche verteilen, per Boot angesteuert und im ersten Schritt mit Bojen markiert.

 
 
 

Anschließend folgte die Erkundungsphase mit Sedimentprobenahme und Analytik. Die Probenahme erfolgte mittels Saugbohrer vom Boot aus. Hierbei wurde pro Probenahmepunkt eine repräsentative Mischprobe über die gesamte Sedimentmächtigkeit gewonnen.

Die Analytik wird nun Fragen zur genauen Korngrößenverteilung und eventuellen Belastungen durch Stoffe klären, die die Verwertungsmöglichkeiten des späteren Aushubmaterials beeinflussen. Mit den gewonnenen Daten wird abschließend ein Variantenvergleich für die Entnahme und Entsorgung des Sediments durchgeführt. Die Pressemitteilung des WWA Weiden ist hier zu finden.

 

 

 

 

 

 
A01IMG1298Sedimentprobe Nr.1