Das Bild zeigt ein grafisches Unternehmenslogo in Blau- und Grüntönen mit einer stilisierten Wellenform. Rechts daneben befinden sich die drei Großbuchstaben LGA, gefolgt von eine kreisförmigen grafischen Fläche als Gestaltungselement.
LGA Unter­nehmen Aktuelles Stein- und Blockschlag im Fokus: Innovativer Ansatz für Gefahren- und Risikoanalysen

Stein- und Blockschlag im Fokus: Innovativer Ansatz für Gefahren- und Risikoanalysen

Das Bild zeigt eine schmale Straße, die durch einen Erdrutsch blockiert ist. Auf der Fahrbahn liegen zahlreiche große und kleine Steine sowie lockere Erde, die von einem steilen, grasbewachsenen Hang herabgerutscht sind. Die Umgebung besteht aus felsigen Abschnitten und dichter Vegetation, was auf eine bergige Landschaft hinweist.
Danger mountain landslide stone slope threaten to block road for driver and resident of the city.

Felsabgänge wie Stein- und Blockschläge zählen zu den gefährlichsten Naturgefahren weltweit. Sie sind nicht nur ein natürlicher Bestandteil der Hochgebirge, sondern treten auch regelmäßig in den Mittelgebirgen wie der Fränkischen Alb auf, die aufgrund ihrer tief eingeschnittenen Flusstäler und steil emporragenden Felsformationen besonders anfällig gegenüber Stein- und Blockschlag ist.

Eine Übersicht zu möglichen Gefahren durch Massenbewegungen gibt die Gefahrenhinweiskarte des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU). Daraus lassen sich das potenzielle, räumliche Auftreten von Massenbewegungen entnehmen und mögliche Konfliktbereiche zwischen Gefahr und Nutzung ableiten.

Tobias Gebhard, Masterstudent im Studiengang „Geowissenschaften“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, hat im Rahmen seiner Masterarbeit ein automatisiertes Verfahren entwickelt, um diese Gefahrenhinweisbereiche differenzierter zu betrachten und für Begutachtungen durch Sachverständige zu priorisieren. Die Masterarbeit wurde vom LGA-Team fachlich mitbetreut.

Eine automatisierte Priorisierung von Gefahrenhinweisflächen (GHF) ist für die Praxis besonders in großen Gebieten bzw. Gebieten mit vielen GHFs ein wertvolles Tool, um fundiert den Untersuchungsbedarf von Felsmassiven und Prozessräumen zu differenzieren und die Reihenfolge für erforderliche Begutachtungen festzulegen. In den tief eingeschnittenen Flusstälern der Fränkische Alb beispielsweise liegt ein hoher Flächenanteil innerhalb der Gefahrenhinweisbereiche des LfU.

Konkret hat Tobias verschiedene Fernerkundungs- und Infrastrukturdaten in einem GIS-Programm verarbeitet und mit den trajektorienbasierten Gefahrenbereichen verschnitten. Die Gefahrenbereiche wurden in eine geringe, mäßige und hohe Priorität eingestuft. Um die vorgenommene Priorisierung zu überprüfen, wurde die Stein- und Blockschlaggefahr anschließend in ausgewählten Bereichen vor Ort untersucht und mithilfe eines Steinschlagsimulationsprogramms modelliert. Die Geländeüberprüfung zeigte eine hohe Übereinstimmung mit der automatisierten Priorisierung.

Ergebnisse der automatisierten Priorisierung in einem Ausschnitt des Untersuchungsgebiets

Die Ergebnisse der vor-Ort-Untersuchungen wurden zusätzlich in Form von Intensitäts-, Gefahren- und Risikokarten aufbereitet. Die Karten können als Kommunikationsinstrument für Behörden, Planungsbüros und die Öffentlichkeit genutzt werden.

Intensitäts-, Gefahren- und Risikokarte eines Untersuchungsbereichs

Wir gratulieren zu der hervorragenden Masterarbeit und freuen uns ganz besonders darüber, dass Tobias seit April Teil des LGA-Teams im Fachbereich Ingenieurgeologie ist.

Herzlich willkommen!

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