Das Bild zeigt ein grafisches Unternehmenslogo in Blau- und Grüntönen mit einer stilisierten Wellenform. Rechts daneben befinden sich die drei Großbuchstaben LGA, gefolgt von eine kreisförmigen grafischen Fläche als Gestaltungselement.
LGA Unter­nehmen Aktuelles Gerüstet mit Spaten und Pürckhauer: Interne LGA-Schulung zur Bodenansprache nach KA5

Gerüstet mit Spaten und Pürckhauer: Interne LGA-Schulung zur Bodenansprache nach KA5

Das Bild zeigt eine Gruppe von sechs Personen, die in einem Wald zusammenstehen. Die Personen tragen überwiegend orangefarbene Warnjacken, einige auch rote oder dunkle Kleidung, und halten Unterlagen sowie Tablets in den Händen. Der Boden ist mit grüner Vegetation bedeckt, und im Hintergrund sind zahlreiche Bäume mit herbstlich gefärbten Blättern zu sehen.

Am 18.10. und 25.10.2023 wurde jeweils eine Gruppe des LGA-Teams in der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der Bodenansprache nach KA5 geschult. Geleitet wurde die Schulung von unserem ehemaligen Kollegen Dr. Kunibert Eberlein, Experte für Bodenkunde, der vom ehem. Bayerischen Geologischen Landesamt als Sachverständiger für bodenkundliche Kartierungen benannt ist. Als Schulungsorte wurden die Tongrube Guggenmühle bei Allersberg bzw. ein Waldareal bei Buchenbühl ausgewählt.

Die Bodenansprache ist ein wichtiges Instrument bei der Bodenuntersuchung. Dabei werden die Böden hinsichtlich verschiedener Eigenschaften und Parameter beschrieben und klassifiziert. Um die Vergleichbarkeit und Reproduzierbarkeit von Ergebnissen zu gewährleisten, wird zur bodenkundlichen Ansprache standardmäßig die Bodenkundliche Kartieranleitung in ihrer mittlerweile 5. Auflage (KA5) verwendet. Erstmals erschien die Bodenkundliche Kartieranleitung 1965 als „Die Bodenkarte 1 : 25 000. Anleitung und Richtlinien zu ihrer Herstellung“. Die KA5 wird nicht nur in der Wissenschaft für bodenkundliche Kartierungen eingesetzt, sondern wird auch in verschiedenen Rechtsnormen vorausgesetzt (z. B. Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung, BBodSchV). So sind Bodenprofile u. a. im Rahmen von Orientierenden Altlastuntersuchungen, Detailuntersuchungen und Sanierungsuntersuchungen aufzunehmen und zu dokumentieren.

In der eintägigen Schulung im Gelände wurden zunächst Bohrkerne mittels Pürckhauer-Bohrstock gezogen bzw. kleine Schürfe angelegt, um das örtliche Bodenprofil sichtbar zu machen. Anschließend führten die Teilnehmer:innen für jede Bodeneinheit die bodenkundliche Ansprache (z. B. Fingerprobe, Bestimmung der Bodenfarbe und Substratansprache) nach den Vorgaben der KA5 durch und protokollierten die Beobachtungen in einem entsprechenden Formblatt. Kunibert Eberlein erläuterte dabei die einzelnen Schritte und gab hilfreiche Tipps für die Praxis.  Die Ergebnisse wurden in der Schulungsgruppe ausgiebig diskutiert. Dank der Schulung konnte das LGA-Team seine Kenntnisse in der Bodenansprache nach KA5 vertiefen. Wir danken Kunibert Eberlein für die wertvolle Unterstützung.

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