Chrysotil gehört zur Asbest-Gruppe und wird auch als Weißasbest bezeichnet. Es ist ein faserförmiges Schichtsilikat aus der Gruppe der Serpentine.
Chrysotil wurde früher vor allem für hitzebeständige Materialien (z. B. hitzebeständige Kleidung, thermische Isolierungen, Dichtungen, Seile) und zur Erhöhung der Materialstabilität in Faserzementplatten (Fassaden, Dächer) verwendet. Aber auch andere Bereiche (z. B. ältere bituminöse Dichtmassen und Abdichtungen im Straßenbau- und Brückenbau, Mörtel, Putze, Spachtelmassen, etc.) können Chrysotil-Asbest enthalten, oftmals in Verbindung mit PAK.
Daher ist bei Modernisierungs- und Abbruchmaßnahmen sowie der Ertüchtigung von klima- und brandschutztechnischen Gebäudeausstattungen (Heizungsanlagen, Brandschutzklappen, etc.) vor allem in älteren Gebäuden aus den 1960er bis 1980er Jahren eine fachgutachterliche Erkundung der Bausubstanz anzuraten.



