Das Bild zeigt ein grafisches Unternehmenslogo in Blau- und Grüntönen mit einer stilisierten Wellenform. Rechts daneben befinden sich die drei Großbuchstaben LGA, gefolgt von eine kreisförmigen grafischen Fläche als Gestaltungselement.
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Bodenkundliche Einblicke in Stadtböden

Auf dem Bild ist eine weitläufige, brachliegende Fläche mit aufgebrochenem Beton und überwuchertem Boden zu sehen. Mehrere Haufen aus Bauschutt und Erdmaterial liegen verteilt auf dem Gelände, teilweise mit Planen abgedeckt. Im Hintergrund sind Gebäude, Bäume und ein klarer Himmel erkennbar, was auf ein ehemaliges Gewerbe- oder Industriegelände hindeutet.

Wie sieht der Boden unter der Oberfläche städtischer und stadtnaher Standorte aus?

Dieser Frage gingen im April unsere Mitarbeiter des vorsorgenden Bodenschutzes für mehrere Projekte nach. Sie erkundeten vom Menschen überprägte, städtische und stadtnahe Böden: Aufgefüllte Flächen im Innenstadtbereich, ehemalige Industrieflächen und stadtnahe Landwirtschaftsflächen.

Wie lief die Untersuchung ab?

Nach Erstellen des Untersuchungskonzepts ist der erste Schritt die Kampfmittelfreigabe. Kampfmittel, wie Bomben, Granaten oder Munition, sind häufig in Auffüllungsböden in Städten anzutreffen. Nach Freigabe aller Bohrpunkte wurden die Untersuchungspunkte mittels Kleinrammbohrung bzw. mit dem Pürckhauer-Bohrstock erkundet. Der Boden im Bohrstock wurde dann mittels Kartieranleitung (KA6) in seinen Eigenschaften beschrieben. Anschließend erfolgte die Verarbeitung der aufgenommenen Daten im Büro und die Darstellung in thematischen Karten.

Bodenansprache auf einem stadtnahen landwirtschaftlichen Standort

… und wozu das Ganze?

Die Untersuchungen dienen zum einen der standortkundlichen Bewertung. Aus den Aufschlüssen lässt sich ermitteln, wie schutzwürdig und empfindlich die angetroffenen Böden sind. Für Projekte, die in den Boden eingreifen, kann damit festgelegt werden, ob und welche Maßnahmen zum Bodenschutz geplant werden müssen.

Zum anderen können erste Erkenntnisse über die Nutzungsfunktionen gewonnen werden – ist auf dem Standort zum Beispiel die Versickerung von Oberflächenwasser denkbar?

Die Untersuchungen verdeutlichten eindrücklich, wie kleinräumig insbesondere die anthropogen stark beeinflussten Böden auf einem ehemaligen Gewerbestandort wechseln: Auf einer Strecke von nur 100 m wurden bei gleicher Geologie den Untersuchungspunkten drei unterschiedliche Bodentypen zugeordnet. Gemeinsam war allen die deutliche anthropogene Durchmischung. Doch auch auf den stadtnahen landwirtschaftlichen Standorten fanden sich Beweise einer intensiven Bodenbearbeitung: In einer Tiefe von knapp 1,5 m wurden Bruchstücke von Ziegelsteinen durchbohrt.

Auf dem Bild ist eine detaillierte Nahaufnahme von zwei längs aufgeschnittenen Bohrkernen zu sehen, die in metallischen Halterungen liegen. Die Bohrkerne zeigen unterschiedliche Boden- und Gesteinsschichten mit variierenden Farben, Körnungen und einzelnen Steinen, ergänzt durch einen darunterliegenden Maßstab zur Längenorientierung. Die Anordnung dient der genauen Dokumentation und Analyse der entnommenen Erdschichten.

Unterschiedliche Bodentypen auf einem ehemaligen Gewerbestandort

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